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Griffelbrüche beim heutigen Berggasthof: bereits 1885 dokumentiert
Der Stein unter unseren Füßen
Wie wurde aus einem Stück Berg ein Schreibstift?
Wer heute auf den Waldwegen am Berggasthof unterwegs ist, sieht eine Landschaft, die auch von Arbeit erzählt. Hier wurde Griffelschiefer gewonnen: ein feinkörniges Gestein, aus dem man schlanke Schreibstifte für Schiefertafeln fertigte. Der frisch gebrochene Stein musste feucht bleiben, wurde zugeschnitten, gespalten und weiterbearbeitet. Das verlangte Geschick und Kraft; der Staub gefährdete die Gesundheit der Beschäftigten.
Schon 1885 beschrieb der Geologe H. Loretz die Griffelbrüche beim heutigen Berggasthof. Der Ferienort hat damit eine Vorgeschichte, die unter unseren Füßen liegt. Wer ihr folgen möchte, findet am GeoPfad Hasenthal Informationen zur regionalen Bergbaugeschichte. Der Bruch beim Berggasthof ist vom Rennsteig aus zu sehen. Im Deutschen Schiefermuseum in Steinach wird der Weg vom Gestein zum alltäglichen Schreibgerät anschaulich – ein kleines Stück Heimatgeschichte, das einst weit über diese Berge hinausreichte.



